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11. Februar 2015

„Politik hört zu“ im NÖ Landtag

Penz: „Wer redet sät, wer zuhört erntet"

 

Unter dem Motto „Politik hört zu" diskutierten am Mittwoch, 11. Februar 2015, im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten über 200 Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen in Niederösterreich über Themen wie „Schule", „Europa und Nationalismus" sowie „Migration und Integration". Zu diesen Themen haben die Schüler entsprechende Überlegungen und Statements vorbereitet, die Ergebnisse wurden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Es wurde auch ein Fragenkatalog zu den Themen präsentiert, zu den einzelnen Fragen wurden Abstimmungen durchgeführt. Dazu gehörten Fragen wie „Warum hast du deine Schule ausgesucht?“ und „Was bedeutet für dich die EU?“ ebenso wie „Wie funktioniert Integration in Österreich aus deiner Sicht?“ Für einen interessanten und interaktiven Diskussionsverlauf sorgten dabei elektronische Abstimmungsgeräte. Die Ergebnisse wurden auf einer Leinwand im Plenarsaal eingespielt und damit für alle sichtbar gemacht. Die Abgeordneten des NÖ Landtages verfolgten die Präsentationen der Schüler von den Besucherrängen des Landtagssaales aus.

 

„Wir wollen im Rahmen dieser Veranstaltung der Jugend die Möglichkeit geben, sich zu artikulieren, ihre Meinungen, ihre Erwartungen und ihre Themen im Sitzungssaal des NÖ Landhauses zu sagen", betonte Landtagspräsident Hans Penz, Initiator von „Politik hört zu“. Das sei gut und wichtig, denn es gebe ein Sprichwort, das da lautet: „Wer redet sät, wer zuhört erntet", so Penz. „Zuhören bedeutet nicht nur Wertschätzung geben, sondern ist auch der erste Schritt zum Nachdenken und zur Diskussion."

 

Für den Landtagspräsidenten ist diese Veranstaltung auch ein Beleg dafür, dass die Jugend in Niederösterreich sehr motiviert sei, sich einzubringen, Themen aufzuarbeiten und mutig genug sei, die Meinung entsprechend zu formulieren und zu sagen. „Unsere Aufgabe besteht darin, hineinzuhören, was sind wirklich die Anliegen der Jugendlichen, wo müssen wir in unserer täglichen politischen Arbeit stärker nachdenken, nachschärfen oder wo haben wir auch einen Handlungsbedarf", betonte Penz.

 

Während der Veranstaltung wurden die Statements der Schülerinnen und Schüler und die Abstimmungsergebnisse von Universitätsprofessor Peter Filzmaier aus Sicht der Meinungsforschung und Politikwissenschaft kommentiert und analysiert. Ein besonderes Augenmerk wurde bei „Politik hört zu“ darauf gelegt, eine ausgewogene Mischung zwischen berufsbildenden und allgemein bildenden Schulen zu ermöglichen. Mit dem Ziel, die Meinungen und Überlegungen von jungen Menschen zu wichtigen gesellschaftspolitischen Anliegen und Herausforderungen zu erfragen.