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Die Landtagswahlen 1921-1932

Wahlberechtigt zum Landtag von Niederösterreich waren in der Ersten Republik alle Staatsbürger, die ihren Wohnsitz in Niederösterreich und das 20. Lebensjahr vollendet hatten. Zunächst war Niederösterreich in vier Wahlkreise eingeteilt, die den vier Landesvierteln entsprachen; der Landtag bestand aus 60 Abgeordneten. Die angesichts des Erstarkens der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) erfolgte Novellierung der Landtagswahlordnung im Jahre 1932 brachte nicht nur eine Verdoppelung der Wahlkreise, eine für kleinere Parteien benachteiligende Maßnahme, sondern auch die Reduzierung auf 56 Abgeordnete sowie die Erhöhung des Wahlalters: Das Alter für die Ausübung des aktiven Wahlrechts wurde um ein Jahr erhöht, das Alter der Wählbarkeit (passives Wahlrecht) auf das 29. Lebensjahr (bisher 24. Lebensjahr) angehoben. Frauen gehören dem NÖ Landtag bereits seit 1919 an.