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Foto (NLK/Filzwieser): Präsident aD Franz Fiedler, Karl-Heinz Binus (Präsident des sächsichen Rechnungshofes), Edith Goldeband (Direktorin des NÖ Landesrechnungshofes), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landtagspräsident Karl Wilfing, Zweiter Landtagspräsident Gerhard Karner, Walter Schoiber (Direktor aD des NÖ Landesrechnungshofes)
17. September 2018
Wilfing: „Hohes Vertrauen in die Arbeit der Prüfer“

Land feiert 20 Jahre Landesrechnungshof

Mit 1. Juli 1998 und damit vor 20 Jahren wurde der unabhängige Landesrechnungshof als Hilfsorgan den NÖ Landtages zur Erfüllung seiner Kontrolltätigkeit eingerichtet. Die neue Institution löste damals das seit 1925 bestehende Kontrollamt ab. Das Jubiläum „20 Jahre Landesrechnungshof Niederösterreich“ wurde nun mit einem großen Festakt im Sitzungssaal des NÖ Landtages gefeiert.

„In einer Demokratie ist das Vertrauen in die Institutionen von immenser Bedeutung. Der NÖ Landesrechnungshof sorgt mit seinen bisherigen 296 Berichten und 3.394 Empfehlungen für Transparenz in der Finanzkontrolle. Dabei verfolgt der Landesrechnungshof einen beratenden Ansatz und kann durch seine breite Akzeptanz – auch unter den Geprüften – auch eine präventive Wirkung entfalten“, resümierte Landtagspräsident Karl Wilfing in seiner Rede. Heute sei der NÖ Landesrechnungshof national und international hoch angesehen. „Der Landesrechnungshof hat sich als erster österreichischer Rechnungshof der europäischen Zertifizierung des CAF-Gütesiegels unterworfen und damit neue Maßstäbe in der Frage ‚Wer kontrolliert die Kontrolleure?‘ gesetzt. Zusammen mit der Kundenbefragung, ist dieses selbstkritische Hinterfragen beispielgebend für die überprüften Stellen“, so Wilfing.

 

Der Landesrechnungshof sei in den vergangenen 20 Jahren zu einer anerkannten Autorität geworden, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Er ist wachsames Auge, mahnendes Gewissen, helfende Hand und wichtiger Ratgeber.“ Die Landeshauptfrau sprach von einer „Erfolgsgeschichte“, die der Landesrechnungshof geschrieben habe: Neben den Prinzipien „Richtigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit“ würde der niederösterreichische Landesrechnungshof auch für „Kompetenz und Objektivität, für Sensibilität und Hausverstand, für den Willen zur Zusammenarbeit und zum Miteinander“ stehen, betonte sie.

 

Darüber hinaus sei der Landesrechnungshof auch eine „wesentliche Speerspitze des Föderalismus“ sowie „ein ganz großes Vorbild“, so die Landeshauptfrau: „Hier ist die Theorie wichtig, aber auch die Praxis. Hier sind Vernunft und Hausverstand zuhause. Der niederösterreichische Landesrechnungshof ist ein Vorbild weit über die Grenzen Niederösterreichs hinaus.“

 

Edith Goldeband, die Direktorin des niederösterreichischen Landesrechnungshofes, freute sich, dass der Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Landesrechnungshofes im Sitzungssaal des NÖ Landtages und damit „am Ort seiner Geburt“ stattfinden könne. Sie bedankte sich u. a. auch bei den geprüften Stellen „für die gute, offene, von Respekt und Vertrauen geprägte Gesprächskultur“.

 

Im Zuge des Festaktes im Landtagssitzungssaal hielt der Präsident des Sächsischen Rechnungshofes, Karl-Heinz Binus, den Festvortrag. In einer Videobotschaft gratulierte die Präsidentin des Bundesrechnungshofes, Margit Kraker, zum Jubiläum. Auch die Klubobleute und Fraktionssprecher der im Landtag vertretenen Parteien gaben per Videoeinspielung Stellungnahmen zur Bedeutung des Landesrechnungshofes ab.